Wie Sie das Beste aus Ihrem Stellenwechsel machen

Ein Stellenwechsel kann ein enorm stressiges Unterfangen sein – mit diesem ausführlichen Leitfaden von Tunnicliffe Hunt erfahren Sie, wie Sie ihn trotzdem in eine positive Erfahrung verwandeln können!

Während die meisten von uns lediglich von Zeit zu Zeit darüber nachdenken werden, ihren Arbeitsplatz zu wechseln, ist eine dennoch große Minderheit darüber fest entschlossen. Studien zeigen, dass ein Drittel aller Mitarbeiter plant, ihr Arbeitsverhältnis innerhalb der nächsten 12 Monate zu beenden. Mit durchschnittlich 11,9 Arbeitsplätzen, die eine Person im Alter von 18 bis 50 Jahren durchläuft, sollte ein Arbeitsplatzwechsel eigentlich normal sein – das macht diesen aber nicht weniger stressig.

Um Ihnen den Wechsel zu erleichtern, haben wir für jede Phase des Prozesses fünf Tipps zusammengestellt – für den Jobaustritt, die Übergangszeit bzw. Arbeitslosigkeit und die ersten Monate in Ihrem neuen Job.

Fünf Dinge, die Sie vor Ihrem Jobaustritt tun sollten

Nach der Kündigung können die verbleibenden Wochen am Arbeitsplatz herausfordernd sein. Hier sind unsere Tipps, damit Sie das meiste aus dieser Zeit herausholen können:

1. Entwickeln Sie einen Plan

Es ist wichtig, nicht zu kündigen, ohne einen Plan für die Übergangszeit im Hinterkopf zu haben – sowohl für sich selbst als auch für Ihren Arbeitgeber. Überlegen Sie, wer Ihre Projekte und Aufgaben übernehmen wird und geben Sie wichtige Termine an diese Person(en) mindestens eine Woche vor Ihrem Austritt weiter. Planen Sie auch ein, welche spezifischen Aufgaben Sie vor Ihrem Ausstieg erledigen wollen – und unterschätzen Sie nicht die Zeit, die Verwaltungsaufgaben wie z.B. Formulare in Anspruch nehmen können.

2. Sammeln Sie wichtige Materialien

Nehmen Sie sich Zeit und sammeln und ordnen Sie wichtiges Arbeitsmaterial, wie beispielsweise Leistungsbeurteilungen und Arbeitsproben für zukünftige Arbeitssuchen und Referenzen. Tragen Sie auch alle Informationen über Ex-Mitarbeiterleistungen wie z.B. die Fortsetzung der Krankenversicherung oder die Auswirkungen auf die Altersvorsorge (falls vorhanden) zusammen und speichern Sie wichtige E-Mails, die Sie aufbewahren möchten, z.B. unterstützende Mails Ihres Vorgesetzten. Zuletzt sollten Sie beachten, alle existierenden Konten zu aktualisieren, die mit ihrer Arbeits-E-Mail-Adresse verbunden sind, wie z.B. die Krankenversicherung. So können Sie sicherstellen, dass Sie nach dem Jobaustritt nicht von wichtigen Konten gesperrt werden.

3. Erfassen Sie Ihre Arbeiten

Erstellen Sie eine Liste der wichtigsten Arbeiten, die Sie durchgeführten haben, sowie Ihrer Verantwortlichkeiten während Ihrer Zeit im Unternehmen und lassen Sie diese von Ihrem Chef überprüfen und bestätigen. Dies kann für Ihre zukünftige Arbeit sehr hilfreich sein und erleichtert Ihnen die Aktualisierung Ihres Lebenslauf und Ihres LinkedIn-Profils. Weitere Informationen zur Optimierung Ihres LinkedIn-Profils finden Sie in unserem Beitrag, wie Sie einen Recruiter bei LinkedIn auf sich aufmerksam machen.

4. Überprüfen Sie Ihre Finanzen

Finden Sie heraus, wann Sie Ihre letzte Gehaltszahlung erhalten und bedenken Sie, dass Sie während Ihrer Übergangszeit kein konstantes Einkommen haben werden! Natürlich hängt das davon ab, ob Sie direkt an einen anderen Arbeitsplatz wechseln oder eine längere Übergangszeit haben, wenn Sie sich noch auf eine neue Stelle bewerben.

Überprüfen Sie außerdem, ob Sie noch ungenutzte Urlaubstage oder Krankheitstage haben, die Ihnen am Ende Ihrer Arbeitszeit ausgezahlt werden müssen. Sie sollten auch versuchen, mehr über die Auswirkungen Ihrer Kündigung auf Ihr Renteneinkommen und Ihre Krankenversicherung herauszufinden.

5. Nehmen Sie richtig Abschied

Bedanken Sie sich bei Ihrem Chef im Austrittsgespräch und bitten Sie Ihn um persönliches Feedback. Fragen Sie beispielsweise nach Ratschlägen, worauf Sie sich in Ihrer zukünftigen Karriere konzentrieren sollten, wie z.B. auf die Verbesserung von Arbeitsprozessen etc. Bitten Sie auch um schriftliche Empfehlungen von Ihren Mitarbeitern – Sie können diese auch dadurch motivieren, indem Sie anbieten, im Gegenzug auch eine Empfehlung für sie zu schreiben.

Bleiben Sie schließlich innerhalb Ihres Kündigungszeitraums stets höflich und engagiert und nehmen Sie sich in den letzten Tagen Zeit, um sich von all Ihren Mitarbeitern persönlich zu verabschieden. Auf diese Weise hinterlassen Sie einen positive and optimistischen Eindruck. Und vergessen Sie nicht, vor Ihrem Austritt Ihr Büro und den Schreibtisch aufzuräumen!

Fünf Dinge, die Sie während der Übergangszeit/Arbeitslosigkeit tun sollten

Sobald Sie gekündigt haben, werden Sie entweder Zeit damit verbringen, nach einem neuen Job zu suchen oder sich auf einen neuen, bereits sicheren Arbeitsplatz vorzubereiten. In beiden Fällen sollten Sie die Übergangszeit optimal nutzen:

1. Verbessern Sie sich

Erwägen Sie abhängig von der Dauer Ihrer Übergangszeit, einen Kurs zu besuchen oder auf andere Art und Weise neue Fähigkeiten zu erlernen. So könnten Sie z.B. kodieren oder eine neue Sprache lernen oder versuchen, Ihre Softwarekenntnisse zu erweitern – Ihre Bemühungen werden sich definitiv auszahlen!

Das Erlernen von etwas Neuem stärkt nicht nur Ihr Selbstvertrauen, sondern verbessert auch Ihre Chancen, als starker Bewerber wahrgenommen zu werden. Wenn Sie einen Kurs in Ihrem Arbeitsbereich besuchen, zeigt das den Arbeitgebern zusätzlich, dass Sie Ihre Arbeit sehr ernst nehmen und gerne die Initiative ergreifen.

2. Leisten Sie ehrenamtliche Arbeit

Eine weitere Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu entwickeln, ist ein Ehrenamt – hier profitieren Sie nicht nur persönlich von der Arbeit, sondern Sie verbessern auch Ihre Chancen bei der Jobsuche. Eine Studie von Deloitte hat gezeigt, dass 82% der Arbeitgeber Kandidaten vorziehen, die ehrenamtliche Arbeit in Ihrem Lebenslauf vorweisen.

Es kann auch Ihre Fähigkeiten im Vorstellungsgespräch verbessern, da ein Ehrenamt auszuüben sowohl das Selbstbewusstsein als auch das Selbstvertrauen stärkt. Darüber hinaus tragen Sie so zu einer Erweiterung Ihres Netzwerks bei, weil Sie mit neuen Personengruppen in Kontakt kommen. Diese können Sie widerum potenziellen Arbeitgebern empfehlen.

3. Verbessern Sie Ihr Netzwerk

Versuchen Sie, neue Verbindungen zu anderen Menschen herzustellen, aber vergessen Sie dennoch nicht Ihre bereits vorhandenen Kontakte. Treffen Sie sich mit vielen Bekannten und tauschen Sie sich mit ihnen aus, um Ihre Kontakte aufrechtzuerhalten. Erwägen Sie auch, den Kontakt zu Ihrem ehemaligen Chef und Mitarbeitern zu pflegen – man weiß nie, wohin solche Verbindungen eines Tages führen können.

4. Seien Sie sichtbar

Verbessern Sie Ihre Jobchancen, indem Sie sich in Ihrer Branche sichtbarer machen. Informieren Sie sich beispielsweise über den Berufsverband Ihrer Branche und nehmen Sie an dessen Veranstaltungen teil, um Gleichgesinnte kennenzulernen. Fangen Sie auch an, Ihre professionelle Präsenz online aufzubauen. Das zeigt, das Sie eine Person sind, die sich leidenschaftlich für Ihre Karriere und Branche interessiert und sich aktiv dafür einsetzt.

5. Bereiten Sie sich auf Ihren neuen Job vor

Wenn Sie einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben, sollten Sie die verbleibende Übergangszeit nutzen, um sich darauf vorzubereiten. Führen Sie zum Beispiel online Recherchen über das Unternehmen und Ihre zukünftigen Mitarbeiter durch. Sie können auch Ihren neuen Chef fragen, ob Sie vor Ihrem Arbeitsbeginn spezielle Vorbereitungen oder Nachforschungen anstellen sollen.

Weiterhin sollten Sie sicherstellen, dass Sie den Weg zur Arbeit “üben”; vor allem, wenn Sie in einer unbekannten Stadt arbeiten. Finden Sie heraus, wie lange es dauert, bis Sie (auch während der Hauptverkehrszeit) an Ihren neuen Arbeitsplatz kommen, damit Sie nicht gleich am ersten Tag durch einen Stau zu spät kommen. Planen Sie schließlich Ihr Outfit für den ersten Tag, um den perfekten ersten Eindruck zu hinterlassen!

Fünf Dinge, die Sie zu Beginn Ihres neuen Jobs tun sollten

Um sich auf die ersten Monate in Ihrem neuen Job vorzubereiten, sollten Sie folgendes beachten:

1. Lernen Sie alle kennen

Eines der ersten Dinge, die Sie tun sollten, ist, sich so vielen Menschen wie möglich vorzustellen. Nehmen Sie die Visitenkarten von Anderen entgegen und nehmen Sie an Meetings teil, selbst wenn Sie noch nicht in der Position sind, um viel zu den Themen beizutragen. Sie können sich auch Notizen über die Mitarbeiter etc. machen.

Wenn Sie das erste Gespräch mit Ihrem Chef haben, stellen Sie sicher, dass Sie über die Erwartungen von beiden Seiten reden: Sprechen Sie aus, was Sie von Ihrem neuen Arbeitsplatz erwarten, aber fragen Sie auch, was von Ihnen erwartet wird (falls es noch ungeklärt sein sollte).

2. Lernen Sie das Büro kennen

Erfahren Sie, wo sich die Toilette, Küche, die Kaffeemaschine etc. befinden und achten Sie auch auf die Routine Ihrer Mitarbeiter. Stellen Sie vor allem am ersten Tag sicher, dass Sie weder die letzte Person sind, die zur Arbeit erscheint, noch die erste Person, die nach Hause geht. Beobachten Sie auch, welche Art von Kleidung Ihre Mitarbeiter tragen. In der ersten Woche ist es besser, sich eher professionell als leger zu kleiden um sicherzustellen, dass Sie einen anhaltenden, positiven Eindruck hinterlassen.

3. Stellen Sie Fragen

Sie sind neu in Ihrer Position – und im Unternehmen, sodas sowohl die Mitarbeiter als auch die Vorgesetzten wissen, dass Sie Ihnen beibringen müssen, wie die Dinge im Unternehmen ablaufen. Seien Sie immer proaktiv und tun Sie Ihr Bestes, um die Logik und Gründe hinter den Unternehmensprozessen zu verstehen. Wenn Sie sich über einen Arbeitsprozess unklar sind, fragen Sie nach einer Erklärung.

4. Bauen Sie Ihr Netzwerk aus

Verstärken Sie Ihre neuen Beziehungen, indem Sie neue Kontakte auf LinkedIn oder anderen im Büro genutzten sozialen Netzwerken finden. Vergessen Sie in der Zwischenzeit trotzdem nicht, auch alte Kontakte zu pflegen; kontaktieren Sie ehemalige Kollegen und fragen Sie erneut nach Empfehlungen (sollten Sie das noch nicht getan haben). Man sagt, dass der beste Zeitpunkt, um nach Empfehlungen zu fragen, der ist, wenn Sie nicht nach einem Job suchen – und da Sie gerade einen neue Arbeit begonnen haben, ist es jetzt an der Zeit!

5. Finden Sie einen Mentor

Dieser Punkt ist vor allem wichtig, da Sie den richtigen Menschen brauchen, der Sie beraten, führen und unterstützen soll. Studien haben außerdem gezeigt, dass Mitarbeiter mit einem Mentor im direkten Vergleich langfristig mehr Geld verdienen, schneller befördert werden und bessere Entscheidungen treffen.

Eine naheliegende Wahl für einen Mentor ist Ihr Chef. Denken Sie trotzdem daran, dass auch andere Fachleute außerhalb einer direkten Berichtsbeziehung einen eigenen, einzigartigen und unschätzbaren Einblick in das Unternehmen – und vor allem in Ihren Platz darin – mit Ihnen teilen können.

Gehen Sie voran

Das ist es! Wir wünschen Ihnen viel Glück und Erfolg in Ihrem neuen Job. Und denken Sie daran, früher oder später wird ein Zeitpunkt kommen, in dem Sie den nächsten Schritt Ihrer Karriereleiter erklimmen wollen – und hier kommen wir ins Spiel. Wenn Sie für den nächsten Schritt bereit sind, kontaktieren Sie hier die globale Headhunting-Agentur Tunnicliffe Hunt – wir freuen uns darauf, mit Ihnen in Kontakt zu treten!

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